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DDR Rennsportlegende Gernot Weser war der Vater von Ronald

 

Bericht und Foto von Manfred Müller - Ausgabe SZ vom 04.April 2013

Was macht eigentlich…Gernot Weser

Rippenbrüche gehören nun mal dazu

Die Riesaer Motorsportlegende Gernot Weser fährt mit 74 Jahren immer noch Rallyes und Rennen

Gernot Weser kommt in Hausschuhen und Strickjacke zur Tür. Mit seinen weißen Haaren und der Brille sieht er aus wie ein ganz normaler Pensionär, wäre da nicht die Lederhose. Schwarze Lederkluft – da schimmert der Motorsport durch, dem der Riesaer auch mit Mitte 70 nicht ade sagen kann. Voriges Jahr sei er auf 23 Veranstaltungen gewesen, sagt Gernot Weser. Veteranentreffen, Oldtimer-Rallyes, aber auch richtige Straßenrennen. Seinen letzten schweren Sturz hatte er 2011 auf der Saaleschleife. Der Schlossermeister a. D. zuckt mit den Schultern. „Wenn sich jemand in deine Spur drängelt, kannst du nicht viel machen“, sagt er. Rippenbrüche seien im Motorsport eben normal.

Gernot Weser und sein Kreidler-Zweirad – das war für mehr als ein Jahrzehnt das Maß aller Dinge in der 50-Kubikzentimeter-Klasse. Neun Mal wurde der Riesaer DDR-Straßenmeister. Er gewann das Sachsenring-Rennen fast nach Belieben, ebenso die Läufe auf dem Schleizer Dreieck. Im westlichen Ausland aber durfte Weser nie starten. Er hatte sich schon damit unbeliebt gemacht, dass er eine Maschine aus der Bundesrepublik fuhr. Kurz vor dem Mauerbau brachte ihm ein Bekannter ein Moped aus der Produktion des Kornwestheimer Kleinkraftradproduzenten Kreidler mit. Gernot Weser baute die Kreidler zur Rennmaschine um und startete damit in der „Schnapsglasklasse“, wie die Zweirad-Kategorie wegen ihres minimalen Hubraums genannt wurde. Da westliche Produkte in der DDR nicht wohlgelitten waren, musste er sein Motorrad als Eigenbau deklarieren. Der flachsblonde Riesaer fuhr damit auch um WM-Punkte, allerdings ohne jemals den Ostblock zu verlassen.

1938 in Poppitz geboren, erlernte Gernot Weser in der Metallfirma Richard Fiedler den Schlosserberuf. Mit 22 Jahren legte er die Meisterprüfung ab – als Jüngster im gesamten Innungsbereich. Später übernahm er die Schlosserei in der Parkstraße und führte sie als selbstständigen Betrieb weiter. Sein Gewerbe ruht heute aus Altersgründen, so dass er sich ganz seiner Lieblingsbeschäftigung widmen kann – dem Schrauben an seinen Motorrädern. Da bleibe keine Zeit für ein anderes Hobby, sagt der Pensionär, außer vielleicht der Betreuung der Enkel.

Der Rennsportvirus befiel Gernot Weser in jungen Jahren, nachdem er die Meißner Sandbahnrennen und Veranstaltungen auf dem Sachsenring als Zuschauer miterlebt hatte. Seinen ersten Start als Fahrer hatte er 1958 bei der Rallye „Rund um Chemie und Stahl“ zwischen Riesa und Nünchritz. Da fuhr er eine Jawa CZ 150. Drei Jahre später holte er mit der Kreidler auf der Dresdner Autobahnspinne seinen ersten Sieg. Gernot Weser startete für Pneumant Riesa, war aber mit seinem Schwager Gunter Wolf als Techniker und Ehefrau Maria Erna als Managerin meist im Familienclan unterwegs. Mehr als 50 Mal hat Weser ganz oben auf dem Podest gestanden. Und das nicht nur im Straßenrennsport. Auch beim Motocross, bei Geländerennen und bei Oldtimerrallyes ging Gernot Weser an den Start, und das tut er bis heute. Manchmal fährt er dazu bis nach Österreich, Frankreich und in die Niederlande. „Für dieses Jahr habe ich wieder eine Einladung nach Südfrankreich“, erzählt er. „Aber die weite Anfahrt wird mir langsam zu anstrengend.“

Gernot Weser ist Vater von zwei Kindern und Großvater von vier Enkeln. Sohn Ronald hat sich ebenfalls einen Namen im Motorsport gemacht. Und der zehnjährige Enkel Maximilian übt schon auf dem Fahrrad für eine künftige Karriere. Er fährt Straßenrennen, düst auf dem Mountainbike durchs Gelände und startet beim Duathlon. „Max hat schon etliche Titel eingefahren“, sagt Riesas Motorsportlegende stolz. Die Vielseitigkeit seines Opas liegt dem Junior offenbar in den Genen.

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